Bilder von der Yuki-Con 2006

Nachdem wir angefangen haben, selber Kostüme zu nähen, haben wir von Chyotto Mahou beschlossen, uns auch nach kleineren Conventions umzusehen, um unsere Werke öfter als nur einmal im Jahr tragen zu können. Da wollten wir uns die Yuki-Con, die ja quasi vor der Haustür, in Stuttgart, stattfindet, nicht entgehen lassen. Eine so kleine Convention kann sich natürlich nicht mit der AnimagiC messen, und vor allem in Punkto Cosplay war es enttäuschend, da es recht wenige Kostüme gab und vor allem kaum fotografiert wurde. Allgemein scheinen die Besucher kleinerer Cons Hemmungen zu haben, nach Fotos zu fragen, sogar, wenn sie das Kostüm erkennen und den Charakter eigentlich auch mögen. Außerdem blieben die Gruppen von Freunden und Bekannten eher unter sich, dieses allumfassende Zusammengehörigkeitsgefühl, eine große Familie zu sein, das man auf der AnimagiC hat, fehlte vollkommen.

Trotzdem hatten wir viel Spaß auf der Yuki-Con. Es gab leckeres japanisches Essen wie Okonomiyaki oder Onigiri. Der Spielplatz vor der Halle war toll. Die Einkaufsmöglichkeiten waren zwar sehr beschränkt, aber ein letztes Weihnachtsgeschenk für Freunde ließ sich immer noch finden. Und das absolute Highlight waren die Videospiele. Die Auswahl war fantastisch und die Räume waren nicht überfüllt, sodass wir alle Spiele ausprobieren konnten. Außerdem war es einfach mal wieder schön, verkleidet durch die Stadt zu ziehen und von aller Welt für verrückt gehalten zu werden. Oder für The last Samurai. Oder für eine Schauspielertruppe. Und diesmal war es sogar eine uns so gut bekannte Stadt, die wir im Cos unsicher machen konnten. In dem Sinne: Platz da, hier kommt die Polizei!

Zum Vergrößern einfach auf die Bilder klicken. Falls jemand sich selbst auf einem Foto sieht und nicht will, dass man das Foto hier ansehen kann, schreibt einfach an: Kakeru@hotmail.de


Kaum zu glauben, aber wahr: Es gab tatsächlich noch andere Cosplayer außer uns auf der Yuki-Con. In erster Linie - und in zweiter, dritter und vierter - Naruto-Cosplayer.



Auf dem bereits erwähnten Spielplatz gab es eine tolle Schaukel. Zum Glück sind wir alle kindisch genug, um auch an so etwas Spaß zu haben.



Hinter der Halle haben wir einen schönen Platz für eine private kleine Fotosession entdeckt. Auch wenn sich Yoko als Okita zeitweise mehr mit Saizô beschäftigt hat, ist dabei kein Schwein ernsthaft verletzt worden.


Dai-chan, die auf der nächsten AnimagiC Akesato als Kunoichi* cosplayen möchte, war diesmal mit Katzenohren unterwegs. Wir haben die verkleidete Chôshû-Rebellin** aber trotzdem erkannt und sofort reagiert. Um es mit den Worten zweier Stuttgarter U-Bahn-Bekanntschaften zu sagen: "Kopf ab!"

* weibliche Ninja
** Die Rebellen, vor denen die Shinsengumi in den letzten Jahren der Tokugawa-Regierung Kyôto verteidigt hat, kamen vor allem aus Chôshû. S. auch die Mangabeschreibung von Peace Maker Kurogane


Um es klarzustellen: Tía hat keine Geisha gecosplayt! Das war Yamazaki Susumu, der sich aus beruflichen Gründen als Frau verkleidet hatte. Auf diesen, natürlich streng geheimen Fotos, kann man ihn bei seinen Shinobitätigkeiten* beobachten.

* Shinobi ist ein anderes Wort für Ninja



Obwohl das Essen auf der Yuki-Con wirklich lecker war und wir auch dort gegessen haben, hatten wir doch auch eigenen Proviant dabei: Sushi und Ishida-Medizin. Das ist die Medizin, die Hijikata Toshizôs Familie herstellt - und die in unserem Fall doch sehr nach Zimtsternen und Kipferl aussah. Aber selbst gemacht hatten wir sie.


Auch die Shinsengumi muss sich mal amüsieren! Dafür baten die zahllosen Videospiele eine perfekte Gelegenheit.

Endlich konnten wir auch einmal Guitar Hero ausprobieren. Danach hatten wir allerdings alle einen Ohrwurm von Smoke on the Water. Und haben immer noch einen. Und werden vermutlich auch für den Rest unserer Tage einen haben. Trotzdem war es das wert. Die Shinsengumi rockt!

Ein besonderes Erfolgserlebnis hatten wir beim Dance Revolution. Endlich ist es uns gelungen, sogar ein recht schweres Lied zu clearen. Juhu!


Doch was ist das?! Die Rebellin ist auch noch da?


Leider hatten wir nicht bedacht, dass eine Katze neun Leben hat und dass einmal köpfen längst nicht ausreicht. So ist es der Chôshû-Katze am Stuttgarter Bahnhof gelungen, Saizô zu entführen. Es kam zu einer wilden Verfolgungsjagd mit anschließendem Schwertkampf, von dem wir aufgrund des hohen Kampftempos allerdings nur verschwommene Fotos machen konnten. Letztlich ist es Yue als Hijikata aber gelungen, das Schwein zu befreien und die Rebellin endgültig zu töten.


Nach einem so aufregenden Wochenende wird selbst ein Samurai müde. Und so träumen wir schon von der nächsten Convention...


Text und html von Tía & Yue